Die Blätter heimischer Bäume und Büsche
Diese Seiten sollen eine einfache Möglichkeit eröffnen, nach Blättern heimische Gehölze zu bestimmen. Sie sind für Laien und für den Biologieunterricht in Schulen gedacht. Die Zusammenstellung soll nach und nach ergänzt werden. Alle Bilder sind vom Verfasser. Wenn nichts anderes angemerkt ist, ist die Größe auf einem 17´´-Bildschirm etwa die natürliche Größe. Ich bin dankbar für konstruktive Kritik und Anregungen, die Sie bitte an poltz@biologie.uni-siegen.de senden. Vielen Dank!


Gezähnte Blätter

Inhalt:

Apfel
Bergulme
Birke
Espe
Esskastanie
Felsenbirne
Hainbuche
Haselnuss
Mehlbeere
Marone
Pappel
Sommerlinde
Traubenkirsche
Vogelkirsche
Wolliger Schneeball
Winterlinde
Zitterpappel
 

Die Ulme (Ulmus spec.) fällt durch ihr asymmetrisches Blatt auf. Die Ulmenbestände sind bedroht durch einen Pilz, der vom Ulmensplintkäfer übertragen wird und eine Ulme in kurzer Zeit zum Absterben bringen kann. erstaunlicherweise entstehen manchmal an abgestorbenen Ulmen gesunde Bäume aus Stockausschlägen.
Das Holz der Ulme wird als Rüster bezeichnet und ist ein wertvolles und schön gemasertes Drechselholz. Hier sind Bilder einer Flatterulme gezeigt.

Die Hainbuche oder Weißbuche (Carpinus betulus)  hat spitzere Blätter als die Rotbuche. Die Blattadern treten stärker hervor. Die Blätter sind meist kleiner als die der Rotbuche. Die Hainbuche ist mit der Birke näher verwandt als mit der Rotbuche. Das sieht man auch an den Blütenständen.
Ausschnitt der Rinde

Männliche (links unten) und weibliche (rechts oben) Blüten (April)

       Blattoberseite                                         Blattunterseite
Die Birke (Betula pendula) besitzt dreieckige Blätter, die sich im Herbst gelb verfärben.
Ausschnitt der Rinde

Männliche Blüten (April)
Die Pappel (Populus sp.)wird gern als schnellwachsender Baum zur schnellen Begrünung oder als Windschutz angepflanzt. Das faserige Holz ist entsprechend leicht und wenig stabil. Es wird verwendet für Sperrholz (Bootsbau) und Paletten. Auf der rissigen Rinde alter Pappeln bleiben die Mistelsamen leicht hängen, die durch Vögel (Misteldrossel, Wachholderdrossel) mit dem Kot in die Baumkronen bringen. Daher wachsen diese Halbschmarotzer oft auf hohen Pappeln.
Die rötliche Farbe auf dem rechten Blatt ist nicht ganz echt.

Ausschnitt der Rinde


Unterseite

Die Espe oder Zitterpappel (Populus tremula) hat rundliche Blätter mit einem relativ langen Blattstiel, der seitlich abgeplattet ist. Deshalb bewegen sich die Blätter im Wind charakteristisch (Zittern wie Espenlaub).
Die Traubenkirsche hat Blätter, die denen der Vogelkirsche ähneln. Anders ist der Blütenstand: Wie der Name sagt, stehen die Blüten in einer Traube. Die Traubenkirsche wird in Parks und auch in Wäldern angepflanzt.
Die Vogelkirsche (Prunus avium) hat dunkelgrüne Blätter mit gezähntem Rand. Die Blüten sind in einer Dolde angeordnet.
Blütenstand

Ausschnitt der Rinde
Typischer als das fein gezähnte Blatt ist beim Apfel (Malus domestica) die Rinde, wenn keine Früchte am Baum sind.
Rinde

Blüten (Mai)
Die Haselnuss (Corylus avellana) hat rundliche Blätter. Typisch ist die Spitze am Blatt.
Haselkätzchen (haupts. Feb. - März). Rechts und 
links herabhängende männliche Kätzchen, 
dazwischen am Zweig wie eine Knospe die 
weibliche Blüte.
Die Mehlbeere (Sorbus aria) lebt natürlicherweise in den wärmeren Gebieten Deutschlands (Mittel- und Oberrhein) Den Namen hat sie von ihrer Blattunterseite, die wie bemehlt aussieht.
Oberseite                                                                                     Unterseite
Der Wollige Schneeball (Viburnum lantana) ist ein Gehölz, welches, wie die Mehlbeere, auf die wärmeren Gegenden Deutschlands beschränkt ist. Seine Blätter sind wollig behaart.
Die Linde ist gekennzeichnet durch ihr herzförmiges Blatt. Die Winterlinde (Tilia cordata) hat in den Winkeln der Blattadern eine bräunliche Behaarung. Die Rinde älterer Linden eignet sich wegen ihrer Rissigkeit nicht zum Einschnitzen von Liebesschwüren, obwohl dies in Gedichten behauptet wird.
Die Sommerlinde (Tilia platyphyllos) besitzt, im Gegensatz zu der Winterlinde, eine weiße Behaarung in den Blattaderwinkeln.
Der typische Lebensraum der Esskastanie oder Marone (Castanea sativa) befindet sich südlich der Alpen oder in warmen Rheinseitentälern, aber auch in kühleren Klimaten gedeihen Maronenbäume, die allerdings nicht so große Früchte bilden. Im Gegensatz zum gefingerten Blatt der Kastanie (s. zusammengesetzte Blätter) ist das Maronenblatt ganzrandig gezähnt.
1/2 nat Größe
Die Felsenbirne (Amelanchier ovalis) ist, wie der Wollige Schneeball und die Mehlbeere, in wärmeren Gegenden heimisch. Sie wird aber auch in Parks und Gärten angepflanzt, wo sich die Amseln schon die halbreifen Früchte holen.
Blütenstand

Zweig mit Blättern