Die Blätter heimischer Bäume und Büsche
Diese Seiten sollen eine einfache Möglichkeit eröffnen, nach Blättern heimische Gehölze zu bestimmen. Sie sind für Laien und für den Biologieunterricht in Schulen gedacht. Die Zusammenstellung soll nach und nach ergänzt werden. Alle Bilder sind vom Verfasser. Wenn nichts anderes angemerkt ist, ist die Größe auf einem 17´´-Bildschirm etwa die natürliche Größe. Ich bin dankbar für konstruktive Kritik und Anregungen, die Sie bitte an poltz@biologie.uni-siegen.de senden. Vielen Dank!


Glattrandige Blätter

Inhalt:
Birne
Faulbaum
Flieder
Efeu
Korb-Weide
Kornellkirsche
Rotbuche
Sal-Weide
Syringe

Rotbuchen (Fagus sylvatica) haben rundliche Blätter, die glatt erscheinen. Das "Rot" im Namen bezieht sich auf die herbstliche Blattfärbung. Eine Unterart ist die Blutbuche, die man in Parks findet
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             Blutbuche                                         Ausschnitt der Rinde              Blütenstand (April)
Die Blätter der Birne (Pyrus communis) lassen sich schwer in eine Ebene pressen, da die Haupt-Blattader aus der Blattebene heraus gekrümmt ist.
Den Faulbaum (Frangula alnus) findet man häufig an Waldrändern und im Unterholz von Laubwäldern, sofern solches vorhanden ist. Seine schwarzen Beeren werden von Drosselvögeln gefressen.
Der ursprüngliche Name des als Flieder (Syringa vulgaris) bekannten Blütenstrauches ist Syringe. Seine herzförmigen Blätter sind dünn und matt glänzend.
Der Efeu (Hedera helix) kann als Kletterpflanze andere Bäume völlig einhüllen. Dabei dringen seine Haftwurzeln nicht in das Holz (oder den Putz) der Kletterhilfe ein. Am Efeu findet man zwei Blatttypen: Die Schattenblätter sind dreilappig und dunkelgrün und die Sonnenblätter ganzrandig und etwas heller.
Zweigspitze                                                   älteres Blatt

Sonnenblatt
Die Kornellkirsche (Cornus mas) ist natürlicherweise im Mittelmeerraum beheimatet, gedeiht aber auch in Deutschland und blüht schon im Februar gelb. Dann sind noch keine Blätter am Busch. Die länglichen Früchte mit den großen Steinen lassen sich zu einer herb-fruchtigen Marmelade verkochen. Allerdings sollte man sich sicher sein, dass es sich um Kornellkirschen handelt. Es gibt andere Büsche mit ähnlichen Blättern
Blüten der Kornellkirsche (Februar - März)
Die Felsenbirne (Amelanchier ovalis) ist, wie der Wollige Schneeball und die Meelbeere, in wärmeren Gegenden heimisch. Sie wird aber auch in Parks und Gärten angepflanzt, wo sich die Amseln schon die halbreifen Früchte holen. Die Blätter sind fast unmerklich gezähnt.
Blütenstand (April)

Zweig mit Blättern
Die Sal-Weide (Salix caprea) ist ein Baum, der sich an feuchteren Standorten wohlfühlt. Das Holz ist weich und faserig. Um eine Weide anzupflanzen, reicht es, einen frischen Zweig in die feuchte Erde zu stecken. 
Rindenausschnitt

Salweidenkätzchen (März)

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Die Korbweide (Salix viminalis) hat ihren Namen vom Verwendungszweck: Ihre Zweige werden für Flechtarbeiten verwendet. Das Resultat der  wiederholten Zweigernte sind oft die "Kopfweiden", die auf einem dicken Stamm einen Kopf von dünnen Zweigen tragen. Kopfweiden bilden oft Baumhöhlen aus, die u. a. vom Steinkauz als Bruthöhlen verwendet werden.
Männl. Blüten (April)