Die Blätter heimischer Bäume und Büsche
Diese Seiten sollen eine einfache Möglichkeit eröffnen, nach Blättern heimische Gehölze zu bestimmen. Sie sind für Laien und für den Biologieunterricht in Schulen gedacht. Die Zusammenstellung soll nach und nach ergänzt werden. Alle Bilder sind vom Verfasser. Wenn nichts anderes angemerkt ist, ist die Größe auf einem 17´´-Bildschirm etwa die natürliche Größe. Ich bin dankbar für konstruktive Kritik und Anregungen, die Sie bitte an poltz@biologie.uni-siegen.de senden. Vielen Dank!

Gebuchtete Blätter
Inhalt:

Bergahorn
Efeu
Feldahorn
Ginkgo
Platane
Roteiche
Spitzahorn
Stieleiche
Weißdorn
Wilder Schneeball

Der Bergahorn (Acer pseudoplatanus) ist ein typischer Baum in den Mittelgebirgen. Seine Blattränder sind konvex geformt.
Wie der Spitzahorn hat der Bergahorn geflügelte Samen.

Ausschnitt der Rinde
Durch die konkav gebuchteten Blattränder ist der Spitzahorn (Acer platanoides) leicht vom Bergahorn zu unterscheiden. Von der Platane unterscheidet sich das Blatt durch seine fünf Hauptlappen. Wie der Bergahorn hat der Spitzahorn geflügelte Samen.
Blütenstand

Ausschnitt der Rinde
Sehr ähnlich dem Spitzahornblatt ist das der Platane (Platanus hybrida). Das Blatt der Platane ist in drei Hauptlappen gegliedert. Unterscheiden kann man beide Bäume besonders an der Rinde und den Früchten. Die Rinde der Platane verliert flächige Borkenstücke, weshalb der Stamm fleckig erscheint. Die Früchte sind stachelige Kugeln.
Der Feldahorn (Acer campestre) hat deutlich kleinere Blätter als die beiden anderen Ahornarten. Er kommt in den Mittelgebirgen Süddeutschland vor und erreicht keinen besonders großen Stammdurchmesser.
Blütenstand

Rinde
Der Wilde Schneeball (Viburnum opulus) wird gern in Parks angepflanzt. Seine roten Beeren werden vom Seidenschwanz geschätzt, der im Winter aus Nordosteuropa in Schwärmen zu uns kommt.
Die Blätter der Stieleiche (Quercus robur) sind ungestielt. Der Name bezieht sich auf die gestielten Früchte, die wie Tabakpfeifen aussehen.




Ausschnitt der Rinde

männliche Blütenstände, Mai
Die Roteiche (Quercus rubra) ist aus Amerika zu uns gebracht worden. Durch ihre spitz gelappten Blätter ist sie leicht von den heimischen Eichen zu unterscheiden.
Ausschnitt der Rinde
Der Efeu (Hedera helix) kann als Kletterpflanze andere Bäume völlig einhüllen. Dabei dringen seine Haftwurzeln nicht in das Holz (oder den Putz) der Kletterhilfe ein. Am Efeu findet man zwei Blatttypen: Die Schattenblätter sind dreilappig und dunkelgrün und die Sonnenblätter ganzrandig und etwas heller.
Zweigspitze                                                 Sonnenblatt                                              älteres Blatt
Den Weißdorn (Crataegus laevigata und - monogyna) findet man manchmal in Feldecken und an Waldrändern. Die rotblühende Variante wird Rotdorn genannt.
Der von Goethe besungene Ginkgo (Ginkgo biloba) ist ein lebendes Fossil. Er steht entwicklungsgeschichtlich zwischen den Farnen und den Nadelhölzern. Heimisch ist es in Ostasien, er wird aber gern in Parks und auf Friedhöfen angepflanzt.