
Inhalt
1. Natur und Garten
Einen
Bestimmungsschlüssel für heimische Gehölze finden Sie in
einer gesonderten Datei
Mittlerer
Weinschwärmer
Wespen
Zecken
Weiße
Teile an Pflanzen: Panaschierung
Taubenschwänzchen
2. Haus
Stechmücken
Motten
Speckkäfer
Mehlkäfer
Messingkäfer
Bockkäfer
Phymatodes testaceus
Hausbock
Kopfläuse
Flöhe
Tierhaltung
Mausartige
Säugetiere
Wanderratten
3. Literatur
| Im Sommer fällt manchmal am Schmalblättrigen
Weidenröschen
oder am Bergweidenröschen eine Raupe auf, die extrem große
Augen
zu haben scheint (Scheinaugen, die echten Augen sind ganz klein). Dies
ist die Raupe des Mittleren Weinschwärmers, eines
Nachtschmetterlings,
der (wie auch andere Schwärmer) an milden Abenden wie ein Kolibri
vor den gelben Blüten des Waldgeißblatts oder an Taglilien
in
der Luft steht und seinen langen Rüssel in die Blütenkelche
steckt.
Die richtigen Augen der Raupe, ganz vorn am Kopf, sind kaum zu sehen. Die Scheinaugen dienen dazu, Feinde abzuschrecken. Der Raupe schmeckt auch das Laub der Nachtkerze, welches für den Menschen giftig ist. |
Bild aus Lit. 1. |
| Es handelt sich hier um ein Taubenschwänzchen
(Macroglossum
stellatarum), das ist ein Schmetterling, der, wie der vorstehende
Mittlere
Weinschwärmer, zu den Schwärmern gehört. Schwärmer
sind eigentlich Nachtschmetterlinge, aber das Taubenschwänzchen
und
der Hummelschwärmer machen da eine Ausnahme und fliegen
tagsüber.
Sie verhalten sich in der Tat wie Kolibris: Sie stehen vor einer
Blüte
mit einem tiefen Blütenkelch (das Blaukissen ist eigentlich eine
Ausnahme),
z. B. Taglilien und Waldgeißblatt, und rollen ihren langen
Rüssel
(Macroglossum = große Zunge) aus, um Nektar aus dem Kelch zu
holen.
Dabei bestäuben sie die Blüten. Einige Pflanzenarten sind auf
Schwärmer zum Bestäuben angewiesen.
Die Raupe des Taubenschwänzchens frisst an Labkraut. Photo (Ausschnitt):
|
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| Stechmücken: siehe unter Haus |
| Im Sommer wird immer wieder über Wespen geklagt,
die sich
oft an störenden Stellen in Haus und Garten ihre Nester
bauen.
Unterscheiden muss man dabei drei Arten: Die seltenste ist die geschützte Hornisse, die durch ihre Größe, das bedrohliche Brummen und die rötliche Farbe auffällt. Sollte man Hornissen im Garten, z. B. in einem Vogel-Brutkasten haben, sollte man sie auf jeden Fall dort in Ruhe lassen. Hornissen sind bei weitem nicht so gefährlich, wie sie oft dargestellt werden. Sie sind reine Fleischfresser, fangen sich also meist andere Insekten als Futter. Sie sind auch in keiner Weise angriffslustig, und sollte eine mal in einer Notlage stechen, ist dieser Stich nicht gefährlicher als der einer anderen Wespe. Naturschützer interessieren sich für die seltenen Hornissenbruten, deshalb ist es wünschenswert, sie beim NABU (Siegen, Hüttenwiese 30) zu melden. Nicht sehr viel häufiger ist die Feldwespe (Gattung Polystes). Sie ist relativ schlank und oft an den Blüten des kletternden Knöterichs zu finden. Sie baut im Freien ein kleines Nest und kümmert sich nicht um menschliche Aktivitäten. Unangenehm werden kann die eigentlich bekannte Wespe (mehrere Arten der Gattungen Paravespula oder Dolichovespula), die gern in Erdlöchern oder Dachböden große Nester baut. Die Königin dieser Art überwintert in Kellerräumen oder Dachböden und fängt im Frühjahr allein an, ein Papiernest zu bauen. Dabei wird Holz verwendet, welches z. B. von Flechtzäunen u. a. abgenagt wird. Die ersten Larven werden von der Königin, die etwas größer ist, großgezogen. Wenn einige Arbeiterinnen aufgewachsen sind, bleibt die Königin im Nest Oft wird das Nest von Kuckuckswespen (Gattung Vespula) übernommen, die die Königin abtöten und von den Arbeiterinnen der anderen Wespenart ihre Brut großziehen lassen. Die Arbeiterinnen übernehmen den Ausbau des Nests und die Aufzucht des Nachwuchses. Dabei leben die Wespen carnivor, also von fleischlicher Nahrung, meist Insekten. Erst im August ändern die Wespen ihre Nahrungspräferenz, sie stellen sich auf Früchte um. Gleichzeitig werden sie auch agressiver und es kommt viel häufiger zu Wespenstichen. Deshalb sind Wespennester in der Nähe von Haus und Terrasse nicht so gern gesehen. Maßnahmen: Wespennester entfernt man am besten noch, solange die Königin allein ist. Später wird es schwieriger, da man bei allen Maßnahmen sofort von einem großen Schwarm von Wespen umflogen wird, die ihr Nest verteidigen wollen und keine Hemmungen haben zu stechen. Manchmal wird in diesen Fällen die Feuerwehr alarmiert, die schon Erfahrungen hat. Da man in Haus und Garten nicht so gern Gift einsetzt, sollte man auf Hausmittel zurückgreifen: Ich hatte Erfolg mit Backpulver, welches ich in ein Stück (trockenen) Gartenschlauch gefüllt und in das Flugloch zum Nest geblasen habe. Nach 3-maliger Anwendung und ein paar Tagen waren die Wespen verschwunden. Bitte teilen Sie mir Ihre Erfahrungen mit dieser Methode mit! |
Bild Hornisse (Lit. 8)
Bild
Bild
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| Im späten Frühjahr machen sich vermehrt Zecken
bemerkbar.
Aufmerksame Hundebesitzer finden die Plagegeister allerdings schon ab
Februar
an ihren Tieren. Im Siegerland ist diese Tiergruppe unter dem Namen
"Gensterbock"
bekannt, allerdings sollte man sich nicht auf den Ginster verlassen:
Hunde
sammeln sich die Zecken meist beim Schnuppern im Gras an Waldwegen auf,
so dass man sie auch zuerst am Kopf des Tieres findet. Manchmal gibt es
auch im Garten Zecken.
Zecken machen einen Generationswechsel durch: Die Larve saugt meist an Eidechsen und Vögeln (bei diesen sitzen sie oft an den Augen). Nachdem die Larve abgefallen ist, wandelt sie sich in das Geschlechtstier um, welches Säugetiere befällt. Dabei saugt sich bei der häufigsten Zeckenart bei uns nur das Weibchen an, das kleine Männchen sitzt am Weibchen. Das Zeckenweibchen schwillt durch das Saugen zu einer bläulich glänzenden Kugel an und lässt das Wirtstier los, um seine tausend Eier zu legen, aus denen wieder die Larven schlüpfen. Durch Zecken können Krankheiten übertragen werden. Am besten bekannt ist einmal eine von Viren hervorgerufene Hirnhautentzündung, zum anderen die Borelliose. Die Hirnhautentzündung (Meningitis) hat sich erst in den letzten Jahrzehnten über Deutschland ausgebreitet, wahrscheinlich durch die vom Menschen verursachten Klimaveränderungen. Gegen sie hilft nur vorbeugendes Impfen. Borelliose (Lyme-disease) wird von bestimmten Bakterien hervorgerufen, Spirochäten, die den Erregern der Siphilis sehr ähnlich sind. Entsprechend hartnäckig sind diese Bakterien. Bei länger anhaltenden Entzündungen (14 Tage) von Zeckenstichen sollte auf jeden Fall der Arzt aufgesucht werden, denn dann kann man die Borellien noch mit Antibiotika bekämpfen. Zecken lassen sich am besten mit der in jeder Apotheke und Tierhandlung käuflichen Zeckenzange entfernen. Bei anderen Methoden bleibt der Kopf oft in der Haut zurück und verursacht Entzündungen. |
Bild
Zecke oder Holzbock (Lit. 4) |
| Selten findet man Pflanzen, deren Blätter ganz oder teilweise weiß sind, wie nebenstehende Himbeerpflanze. Diese "Panaschierung" hat folgende Ursache: Die Chloroplasten in der Zelle, die grün sind und Photosynthese betreiben, vermehren sich eigenständig und werden bei der Zellteilung zufällig auf die Tochterzellen verteilt. Selten kommt es vor, dass bei einer Zellteilung alle Chloroplasten in einer der beiden Tochterzellen landen. Bei nachfolgenden Teilungen können dann aus der weißen Zelle nur weitere weiße Zellen entstehen. Was im Bild noch auffällt, ist, dass die weißen Hälften eines Blattes oder die weißen Blätter kleiner sind als ihr grünes Gegenüber. Die weißen Teile können keine Photosynthese betreiben und sind daher auf eine Nährstoffzufuhr aus den grünen Teilen angewiesen. | ![]() |
| Im Sommer ärgert man sich immer wieder über Stechmücken,
die sich im Garten und Haus über das Blut der Bewohner hermachen.
Dabei ist auch eine Kleidungsschicht kein Hindernis.
Glücklicherweise
werden in Deutschland im Normalfall keine gefährlichen
Krankheiten,
wie Malaria, übertragen, aber unangenehm sind die Stiche
trotzdem.
Will man etwas gegen Mücken unternehmen, sollte man sich zuerst über Wasserstellen in der Nähe des Hauses kundig machen: Die Larven und Puppen der Stechmücken leben nämlich im Wasser. Gartenteiche sind das kleinere Übel, da hier räuberische Insekten und Insektenlarven (Libellen, Wasserkäfer, Wasserwanzen) die Mückenlarvenpopulation auf einem erträglichen Niveau halten. Anders ist es mit Regenwasserbehältern und Vogeltränken. Regenwasserbehälter sollten so dicht verschlossen werden, dass Mücken nicht an das Wasser herankommen. Vogeltränken müssen alle zwei bis drei Tage ausgespült werden. Das ist außerdem eine Maßnahme, um die Vögel vor Infektionen zu schützen. Im Handel werden verschiedene Mittel und Geräte gegen Mücken angeboten. Insektengiftkissen (Lindan) nützen draußen nichts, und drinnen will man das Gift nicht haben, weil es auch auf den Menschen negative Wirkungen hat. Mittel, die auf die Haut aufgetragen werden, halten die Mücken oft nicht ab, außerdem kann man sich selbst nicht mehr riechen. Vollkommener Nepp sind Geräte, die Mücken mit UV-haltigem Licht anlocken und töten sollen: Mücken gehen nicht ins Helle, sie meiden das Licht. Bei Anwendung der Lampe auf der Terrasse wird man dann überwiegend in die Beine gestochen. Wenn man sich die Insekten, die an die Lampe gehen, näher ansieht, sind es Schlupfwespen, Schmetterlinge und andere, zum Teil gefährdete Arten, aber nie Stechmücken. Auch die Ansicht, dass man bei beleuchtetem Schlafzimmer das Fenster nicht öffnen soll, ist falsch. Mücken kommen herein, wenn man das Licht ausschaltet. Man kann das leicht überprüfen indem man das Licht einschaltet, wenn man nachts eine Mücke hört: Die Mücke fliegt nicht zur Lampe, sondern setzt sich sofort an Wand oder Decke. |
Bild aus Lit.5. |
| In Textilien, die längere Zeit nicht gebraucht wurden,
findet
man gelegentlich die Raupen oder Puppen von Motten. Es handelt
sich
dabei um einen bestimmten Nachtschmetterling.
Kleider werden eigentlich nur befallen, wenn sie nicht luftig genug aufbewahrt werden. Maßnahmen sind Mottenkugeln (Naphtalin) oder Lindanstreifen, beides auch für den Menschen ungesund. Empfohlen kann luftige Aufbewahrung und der Gebrauch von Lavendelöl oder Lavendelsäckchen in Kleiderschränken. |
Bild
Pelzmotte Kleidermotte aus Lit. 2. |
| Im Haus findet man gelegentlich den nebenstehenden Speckkäfer.
Er ist etwa 8mm lang. Er ernährt sich von Teilen tierischer
Herkunft,
also z. B. Tierpräparaten mit Fell oder Federn, Speck, oder
getrockneten
Fleischresten. In dieser Richtung sollten auch die Nachforschungen
gehen,
da die stark behaarten Larven des Käfers sonst Schaden anrichten
können.
Naphtalin (Mottenkugeln) und Lindanstreifen, mit denen man gegen die Insekten vorgehen kann, sind auch für den Menschen nicht besonders gesund. Kleinere Teile kann man in einem geschlossenen Gefäß oder in einer Plastiktüte einige Tage mit einem Wattebausch mit Essigsäure-Diethylester aufbewahren, so dass die Insekten abgetötet werden. |
Bild aus Lit. 2. |
| In der Küche oder im Speicher findet man manchmal einen
schwarzen
Käfer von etwa 1 cm Länge. Es ist der Mehlkäfer.
Seine Larve, der Mehlwurm, ernährt sich von altem Brot,
Paniermehl,
Mehl, Haferflocken und Ähnlichem, nimmt als Zukost aber auch Wolle
(alte Socken o. ä.).
Man sollte die Vorräte an Getreideprodukten auf
Befallenheit überprüfen.
|
Bild aus Lit. 2. |
| Auf Dachböden und Speichern kommt es zeitweise zu
massenartigem
Auftreten des etwa 3 - 5 mm langen Messingkäfers, dessen
Name
von seiner metallisch-messingartigen Farbe herrührt.
Seine Nahrung sind Pflanzenteile, z. B. Stroh, aber auch Textilien. Wichtig für die Entwicklung ist eine ausreichende Feuchtigkeit. Ein Massenauftreten weist auf zu hohe Feuchtigkeit in dem Raum hin, welches auch die Maßnahmen bedingt (Lüften, Überprüfen auf Feuchtigkeitsquellen, Dachundichtigkeiten, Kältebrücken, Schwitzwasser). |
Bild aus Lit. 3. |
| Kamin- oder Kaminofenbesitzer finden gelegentlich
nebenstehenden Käfer
in ihrem Zimmer, oft in mehreren Exemplaren. Es handelt sich um den BockkäferPhymatodes
testaceus, der keinen deutschen Namen hat. Die Larve entwickelt
sich
in Eichen- oder anderem Laubholz. Sie hat sich im Kaminholz verpuppt.
Im
späten Frühjahr erscheinen dann die fertigen Käfer,
durch
die Raumwärme kann es auch früher sein.
Der Käfer ist sehr variabel in der Farbe. Beachten könnte man: Mittellange, gegliederte Fühler, schwarzer Kopf, rotbrauner Thorax, dunklere Flügeldecken. Obere Beinglieder keulenförmig verdickt. |
Bild aus Lit. 3 |
| Bockkäfer zeichnen sich durch auffällig lange,
gebogene Fühler
aus. Der Hausbock (7 - 21 mm Körperlänge) hat nicht
ganz
so lange Fühler wie seine Familiengenossen. Er ist ein
gefürchteter
Schädling: Die Larven zerfressen altes, verbautes Nadelholz
völlig.
Deshalb findet man den Käfer von Mai bis September auf
Dachböden.
Werden solche Käfer festgestellt, sollte man eine Spezialfirma mit der Behandlung des Dachholzes beauftragen. Neben Giftspritzung werden die Larven auch mit Dampf abgetötet, was für die Hausbewohner gesünder ist. Allerdings ist es ratsam, das Holz anschließend gegen neuen Befall dauerhaft zu behandeln. |
Bild aus Lit. 3. |
| Kopfläuse verbreiten sich immer wieder in
Kindergärten
und Grundschulen, aber auch über Garderoben kann man sich
infizieren.
Die Läuse kleben ihre Eier an Haare, von denen sie auch durch
Kämmen
nicht entfernt werden können. Auffallend sind die weißen
Exuvien
(Häute) der Läuse auf dunkler Kleidung.
Maßnahmen: Es gibt heute Haarwaschmittel mit einem pflanzlichen Gift, dem Pyrethrum, welches für Wirbeltiere (auch den Menschen) ungiftig ist und nur einmal angewandt werden muss. Aber auch ein Saunabesuch tötet alle Läuse und Nissen ab. Aufwendig ist allerdings das Reinigen von Kleidung und Schränken. |
Bild aus Lit.5. |
| Der nebenstehende Menschenfloh ist in Deutschland inzwischen
eine Rarität.
Im Haus kommen allerdings bei Tierhaltung die schlankeren Katzen- und
Hundeflöhe vor.
Maßnahmen: Die Larven der Flöhe entwickeln sich vom Ei in etwa 14 Tagen zum fertigen Floh und ernähren sich dabei von Hautschuppen der Tiere. Die Entwicklung erfolgt fast immer im Lager der Haustiere. Dabei ist für die Flohlarven eine bestimmte Mindest-Feuchtigkeit nötig. Matten sollten also regelmäßig gestaubsaugt, Decken gewaschen werden. |
Bild
Menschenfloh, aus Lit.7. |
Bild
Flohlarve aus Lit.7. |
| Tierhaltung
Auswahl, einzelne Tiergruppen, Wirbellose, Wirbeltiere, Hygiene Grundsätzliches Vor Anschaffung eines Tieres muß man sich über die
Lebensgewohnheiten,
Futter usw. informieren, um ihm von Anfang an geeignete
Lebensbedingungen
bieten zu können.
Bei der Wahl der zu haltenden Tiere müssen die Naturschutzgesetze,
Roten Listen und die Washingtoner Artenschutzkonvention beachtet
werden.
Im Zweifelsfall müssen erst Erkundigungen eingeholt werden (bei
der
Kreisverwaltung, Untere Landschaftsbehörde). Ein Tier darf nie
spontan
gekauft oder mitgenommen werden. Haltungsmöglichkeiten und Ziel
der
Haltung sollten erst überlegt werden. Ein Tier eignet sich nur als
Geschenk, wenn sich der Schenkende im klaren darüber ist,
daß
der Beschenkte die Möglichkeiten und den Willen hat, das Tier zu
halten.
Ein Tier sollte nicht aus Mitleid gekauft werden. Sollten bei
Händlern
Tiere unter nicht tiergerechten Bedingungen angetroffen werden, sollte
vielmehr der Tierschutz (Tierschutzvereine, Kreisveterinäramt)
eingeschaltet
werden, denn wenn die gequälten Tiere gekauft werden, treten neue
an ihre Stelle.
Schmetterlinge sind als erwachsene Tiere schwer zu halten.
Auch die
Entwicklung von der Raupe zum Schmetterling ist nicht problemlos,
Kinder
werden nur in wenigen Fällen Erfolg haben. Mit etwas
Fingerspitzengefühl
kann der Lehrer jedoch die Schmetterlingsentwicklung (von nicht
geschützten
Arten, z. B. Kohlweißling!) vorführen, wobei auf
ausreichende
Luftfeuchtigkeit im Entwicklungskasten gesorgt werden muß. Die
Raupe
benötigt ständig frisches Nahrungslaub.
Fische
Vögel sind oft gesellig lebend. Sie müssen dann entweder mit Artgenossen zusammen gehalten werden, oder von klein auf an einen Menschen gewöhnt werden, der sich viel mit ihm beschäftigt (z. B. Wellensittich) Säugetiere
Es gibt bei fast allen Haustierarten Infektionskrankheiten und
Parasiten,
die sich auch negativ auf den Menschen auswirken (Flöhe,
Bandwürmer,
Spulwürmer, Ornithosen, Papageienkrankheit, Toxoplasmose usw.).
Auch
bei noch so reinlicher Haltung und wiederholten Kuren gegen Parasiten
treten
diese bei Haustieren immer wieder auf. (Z. B. infizieren sich Katzen
durch
gefangene Mäuse mit Würmern und verteilen bei der Fellpflege
die Wurmeier auf ihrem Fell.) Deshalb ist es unbedingt notwendig,
gegenüber
Tieren bestimmte Vorsichtsregeln zu beachten:
Besonders wichtig sind diese Regeln, wenn Kinder mit
Haustieren zusammenleben.
Da bei kleinen Kindern die Einsicht fehlt, müssen sie regelrecht
dressiert
werden. Andernfalls sollte man auf Haustiere verzichten, solange die
Kinder
noch klein sind.
|
| Mausartige Säugetiere
Besonders im Herbst bemerkt man häufig, dass sich in
Kellern oder
im Dach Untermieter eingenistet haben, die durch Geräusche oder
angefressene
Vorräte auffallen. In den meisten Fällen handelt es sich um
Waldmäuse
(Bild), die sehr gut klettern können und daher auch gut in
Häuser
hineinkommen. Sie gehören zu den echten Mäusen und zeichnen
sich
durch einen langen Schwanz und große Augen und Ohren aus. Im
Gegensatz
zu den Wühlmäusen ist die Schnauze eher spitz. Man sieht sie
manchmal auch abends in Vogelfutterstellen. Hausmäuse lassen sich
sehr einfach fangen, sie gehen in Lebendfallen ohne Köder, wenn
man
diese an der Wand aufstellt. Hat man eine Maus gefangen, fängt man
meist in der nächsten Nacht noch eine, da Waldmäuse so
gut wie nie allein leben. Hausmäuse sehen den Waldmäusen auf
den ersten Blick ähnlich, lassen sich aber nur sehr schwer fangen.
Bestimmen kann man sie an dem "muffigen Geruch", den sie einem Zimmer
verleihen.
|
Foto: Freilandaufnahme vom Verfasser |
| Besonders in der Nähe von langsam fließenden
Gewässern
kommen immer wieder Wanderratten vor. Wanderratten gehören
zu den echten Mäusen und sind daher mit einem langen Schwanz und
großen
Ohren ausgestattet. Durch ihre Größe sind sie kaum mit
anderen
heimischen Nagern zu verwechseln, da die Hausratte (auch Dachratte,
weil
sie im Dachraum lebt) fast ausgestorben ist.
Wanderratten freuen sich über Speisereste auf Komposthaufen. Wie der Name schon sagt, bleiben Wanderratten nicht lange an einem Platz. Deshalb ist es auch, besonders in der Nähe von Flüssen, sinnlos, sie zu vergiften. Schon wenige Tage später sind die nächsten Ratten da. Ein Hausrezept gibt es für Besitzer von Hauskaninchen: Hält man mit den Kaninchen ein Meerschweinchen, dann werden Ratten ferngehalten, da sie wahrscheinlich die Lautäußerungen der Meerschweinchen nicht mögen. Zur Haltung von Meerschweinchen: s. o. Meerschweinchen können mit Kaninchen in demselben Stall gehalten werden, sie haben dieselben Nahrungsansprüche. Man sollte allerdings die Kaninchen im Jugendalter zu dem Meerschweinchen setzen, damit sie sich gewöhnen. Das Meerschweinchen akzeptiert auch neue Kaninchen, wenn es einmal mit welchen zusammen war. |
1. Carter, D. J. & B. Hargreaves (1987): Raupen und
Schmetterlinge
Europas und ihre Futterpflanzen. Parey, Hamburg,
Berlin.
2. Chinery, M.(1976 od. später): Insekten Mitteleuropas.
Parey, Hamburg, Berlin.
3. Harde, K. W. & F. Severa (1984): Der
Kosmos-Käferführer.
Kosmos-Franckh, Stuttgart.
4. Jones, Dick: Der Kosmos-Spinnenführer. Kosmos-Franckh,
Stuttgart
5. Matthes, D. & C. Matthes (1974): Plagegeister des
Menschen.
Kosmos-Franckh, Stuttgart.
6. Weber, H. (1966): Grundriss der Insektenkunde. G. Fischer,
Stuttgart.
7. Weidner, H. (1982): Bestimmungstabellen der
Vorratsschädlinge
und des Hausungeziefers Mitteleuropas. G. Fischer,
Stuttgart.
8. Zahradnik, J. (1985):Bienen, Wespen, Ameisen. Die
Hautflügler
Europas. Kosmos-Franckh, Stuttgart.